Geschichte

MOTO GUZZI 1921-2016: DIE MARKE MIT DEM ADLER
 
 
Am 15. März 1921 wird in Genua in der Kanzlei des Notars Paolo Cassanello in Corso Aurelio Saffi die „Moto Guzzi Aktiengesellschaft“ gegründet. Als Unternehmensziel wird „Herstellung und Verkauf von Motorrädern und jede zur Metall- und Maschinenbauindustrie gehörige oder damit verbundene Tätigkeit“ angegeben. Gesellschafter des Unternehmens sind Emanuele Vittorio Parodi, ein bekannter Reeder aus Genua, sein Sohn Giorgio und dessen Freund Carlo Guzzi, ein ehemaliger Kamerad in der Regia Aviazione (Königlichen Luftwaffe). Sie waren dort zusammen mit dem Freund Giovanni Ravelli, der ebenso wie Parodi Flieger war und am 11. August 1919 bei einem Probeflug abstürzte. Zur Erinnerung an ihn wurde der Adler mit den ausgebreiteten Schwingen im Moto Guzzi Logo aufgenommen.
 
Das erste Motorrad ist die legendäre Normale mit einer Leistung von 8 PS. Es folgen Erfolgsmodelle wie die Guzzi G.T. im Jahr 1928, mit dem Spitznamen „Norge“ wegen der Expedition zum Nördlichen Polarkreis und die Airone 250 (1939), die mehr als 15 Jahre lang das in Italien am meisten verbreitete „Mittelklasse“-Modell war. Dazu gesellen sich auch sportliche Erfolge: Der erste Sieg gelingt in der renommierten Veranstaltung Targa Florio im Jahr 1921 und leitet eine beeindruckende Erfolgsserie ein: Im umfangreichen Palmarès von Moto Guzzi scheinen zum Zeitpunkt des Rückzugs aus dem Rennsport (1957) unter anderem 14 Weltmeistertitel und 11 Tourist Trophy Siege auf.
 
In der Nachkriegszeit entstehen Modelle wie die Guzzino 65 („Cardellino“), die mehr als zehn Jahre lang das am meisten verkaufte Motorrad in Europa ist. Es folgen die legendäre Galletto (1950) und die Lodola 175 (1956). Als weltweit erster Hersteller verwirklicht Moto Guzzi 1950 in Mandello del Lario einen zukunftsweisenden Windkanal. Die Rennsportmannschaft ist ein brillantes Team, in dem Techniker wie Umberto Todero und Enrico Cantoni arbeiten sowie ein Konstrukteur, der bald zu einer Legende werden sollte:der Mailänder Giulio Cesare Carcano, Vaterder Guzzi Otto Cilindri mit ihren 285 km/h Höchstgeschwindigkeit.
 
Ende der 60er-Jahre entwickelte Moto Guzzi den Zweizylinder-V-Motor mit 90° Winkel. Ein Antrieb dessen Bestimmung es ist, d a s Symbol von Moto Guzzi zu werden. Auf dieser Grundlage entstehen Modelle wie die Guzzi V7, die V7 Special und noch eine Legende, die Guzzi V7 Sport.Der glorreiche Zweizylinder wird mit den V35 und V50 auch für kleinere Hubräume abgewandelt. Die Gran Turismo Maschine mit dem größten Hubraum ist die Moto Guzzi California. Diese wird sogar mit elektronischer Einspritzung und Drei-Scheiben-Integralbremsanlage ausgestattet. Sie war für den US-Markt vorgesehen und zusammen mit den anderen Ausstattungen Ambassador und Eldorado verfügte sie über die charakteristische 850 cm3 Motorisierung, die für die heutige Baureihe wiederentdeckt und neu herausgebracht wurde. Das sportliche Erbe wurde hingegen von Modellen wie der Le Mans, der Daytona, der Centauro und der Sport 1100 weitergeführt. Sie alle zeugen für unverwechselbaren Geschmack, der sichin den Neunzigerjahren als leistungsstarkes Comeback mit der neuen Serie California, Nevada und V11 Sport wieder zeigt.
 
Am 30. Dezember 2004 wird Moto Guzzi Teil der Piaggio Gruppe (Vorstand und Geschäftsführer Roberto Colaninno), die europäischer Marktführer für motorisierte Zweiräder ist und zu den weltweit wichtigsten Herstellern des Sektors zählt. Im Zeichen der Wiederbelebung wird im März 2005 die Breva 1100 präsentiert, ein neues italienisches Erfolgsmodell im Bereich der „Naked”-Bikes. Im September des gleichen Jahres erregt die Einführung der Griso 1100 großes Aufsehen. Ein Motorrad, dessen Entstehung im Zeichen einzigartiger technischer und stilistischer Entscheidungen steht. Breva und Griso werden ab April 2006 auch mit dem absolut klassischen Guzzi-Hubraum von 850 cm3 angeboten.
 
Im Mai 2006 kehrt Guzzi mit der Norge 1200 zu den Granturismo-Modellen zurück: Vollverkleidung, raffiniertes Fahrwerk und neuer Zweizylindermotor mit 1200 cm3 sowie die kompromisslose Ausstattung erlauben die Kilometer bei vollstem Komfort abzuspulen. Der Norge gelingt es, die 14 internationalen Journalisten, die sie im Juli 2006 die 4.429 km auf den Spuren ihrer Vorfahrin der G.T. 500 des Ing. Giuseppe Guzzi wie im Jahr 1928 bis zum Nordkap bringen, ganz für sich einzunehmen.
Als Bestätigung für die Zuneigung, die alle Besitzer einer Moto Guzzi verbindet, strömten vom 15. bis 17. September 15.000 Guzzisti aus mehr als 20 Ländern nach Mandello del Lario, um an der vierten Ausgabe der GMG - Giornate Mondiali Guzzi teilzunehmen. Das Guzzi Vereinswesen, angeführt durch den Moto Guzzi Club, ist stark entwickelt und verzeichnet eine beispiellose Loyalität. Man braucht nur daran zu denken, dass die Marke weltweit mehr als 25.000 Motorradklub-Mitglieder hat. Führend ist die USA mit 52 Clubs und im Internet gibt es mehr als 70 Moto Guzzi gewidmete Webseiten.
 
Moto Guzzi verrät die große Zuneigung seiner Fans nicht und das sportliche Herz des Adlers aus Mandello beginnt wieder zu schlagen: Im März 2006 gelingt Gianfranco Guareschi auf der legendären Rennstrecke von Daytona ein historischer „Doppelsieg“ mit zwei Siegen im Battle of Twins. Ein Erfolg, der am folgenden 6. März wiederholt wird, als Guareschi erneut im „Sattel“ seiner treuen Moto Guzzi auchdie Ausgabe von 2007 gewinnt. Im Kielwasser der Erfolge in Übersee findet die sportliche Seele von Moto Guzzi in einem neuen Modell, der 1200 Sport, ihren Ausdruck. Im Oktober 2006 wird die 1200 Sport präsentiert. Ein „Naked-Bike“ der Spitzenklasse, deren starke Persönlichkeit sich im Design, im Fahrwerk und in der Ergonomie ausdrückt. Angetrieben wird sie mit der neuesten Entwicklung des Zweizylinder-V-Motors im 90°-Winkel mit 1.200 cm3.
Für das Jahr 2007 zeigt sich der Hersteller aus Mandello vitaler denn je. Bereits Ende 2006 anlässlich der 64. Ausgabe der EICMA in Mailand präsentiert Moto Guzzi die Griso 8V - eine Weiterentwicklung des faszinierenden Naked-Bikes vom Comer See, die mit dem neuen Motor mit der Ventilsteuerung mit 4 Ventilen pro Zylinder ausgestattet ist und der über mehr als 110 PS Leistung verfügt. - Des Weiteren wird die Bellagio gezeigt, ein Custom-Motorrad mit Zweizylindermotor mit 940 cm3 in Kurzhuberauslegung. Im Februar 2007 wird anlässlich des Weltkongresses der Vertragshändler der Piaggio Gruppe in Berlin die Existenz eines neuen Moto Guzzi Projekts verkündet. Und zwar, eine große Straßenenduro mit dem bezeichnenden Namen: Stelvio.
Am 26. März 2007 beweist Moto Guzzi im einnehmenden Rahmen des Comer Sees einmal mehr, dass es seine Versprechen hält: wenige Monate nach der Mailänder Messe wird der Presse die endgültige Version der Bellagio und imSeptember die leistungsstarke Griso 1200 8V vorgestellt.
Aber 2007 ist auch das Jahr der Giornate Mondiali Moto Guzzi, die mit der Anwesenheit eines Kinostars beehrt werden: Der Schauspieler Ewan Mc Gregor ist nach Mandello del Lario gekommen, um seine weiße California Vintage abzuholen, die er einige Monate zuvor im Rahmen der Dreharbeiten zum Roadmovie Long Way Down, die in der Produktionsstätte am Comer See aufgenommen wurden, erstanden hatte. Auf der EICMA 2007 kann man der Vorstellung von zwei Modellen beiwohnen, die an den beiden „Polen“ des umfangreichen Moto Guzzi Sortiments anzusiedeln sind: die Stelvio 1200 und die V7 Classic. Erstere wird der internationalen Presse im März 2008 in der mittelalterlichen Rocca Salimbeni, dem Geschäftssitz der Monte dei Paschi di Siena vorgestellt. Im folgenden Mai steigen die Journalisten hingegen auf die wendige V7 Classic, um einen ersten Fahreindruck auf den Mailänder Straßen zu gewinnen.
 
Signifikativ unter dem Gesichtspunkt der Qualität ist die Erteilung eines Auftrags für die Lieferung von 35 Moto Guzzi Norge GT an die Berliner Polizei, die zu den 20 Moto Guzzi California Vintage hinzukommen, die für das Spezialkorps der Corazzieri bestimmt sind und im gleichen Jahr ausgeliefert werden. Im Jahr 2009 erfolgt die Einführung der V7 Cafè, die sportliche Abwandlung, die an der Seite der Classic Version steht. Sie wird gemeinsam mit der Griso SE im März in Rom vorgestellt. Die Stelvio NTX kennzeichnet schließlich die Einführung des ABS bei der Maxi-Enduro aus Mandello. Das Motorrad, das Hauptdarstellerin bei einer internationalen Pressevorstellung auf den Bergstraßender Dolomiten ist, wird mit dem ersten Upgrade des „Quattrovalvole“-Motors angetrieben, der nun mit neuen Nockenwellen ausgestattet ist.
Ende 2009 anlässlich der 67. Internationalen Motorradmesse in Mailand erobert Moto Guzzi die weltweite Bühne mit seiner Präsentation von drei zukunftsweisenden Prototypen, die von Miguel Galluzzi und Pierre Terblanche entworfen wurden: V12LM, V12 Strada und V12 X, die eine sofortige Anerkennung durch die Motorcycle Design Association (Designerverband, der 165 Mitglieder aus vier Kontinenten zählt) mit dem Preis für das beste Motorraddesign einbringen.
 
Ende 2009 kündigt die Piaggio Gruppe ein wichtiges Investitionsprogramm an, das nicht nur die Entwicklung des zukünftigen Produktsortiments von Moto Guzzi betrifft, sondern auch die Produktionsstätte in Mandello del Lario. Dort ist nach wie vor ein tiefgreifender struktureller Eingriff im Gange, um das Werk im Hinblick auf die entscheidende Wiederbelebung der Marke moderner, funktioneller und effizienter zu gestalten.
 
Neue Moto Guzzi Modelle gibt es auch auf der EICMA in Mailand 2010: Es werden die neuesten großen 1200 8V mit vier Ventilen pro Zylinder präsentiert. Und zwar – die Stelvio 1200 8V, die Stelvio 1200 NTX und die Norge GT 8V – deren Straßeneinführung im Frühjahr 2011 auf den Straßen der Toskana erfolgte.
Außerdem kommt die V7 Racer heraus. Ein echtes Spezial-Modell in Serie mit 750 cm3, das sich an den Entwicklungen der 70er-Jahre auf Basis der V7 Sport inspiriert. Die V7 Racer betont und hebt die Moto Guzzi Stilelemente mit einem gelungenen Mix aus Technologie und handwerklichem Geschick hervor. Der Blick fällt sofort auf den verchromten Tank, der durch einen raffinierten Lederriemen verschönert wird und die Metallverzierungen mit dem Moto Guzzi Emblem, die farblich auf den roten Rahmen abgestimmt sind. Mit gleichem Hubraum jedoch mit dem Small Block Motor wird die Nevada Anniversario präsentiert. Zur 20-Jahr-Feier der „Kleinen“ aus Mandello del Lario gibt es diese neue Sporty Custom, die sich zur populären und beliebten Classic gesellt.
 
2011, das Jahr des 90. Jubiläums von Moto Guzzi beginnt für die Marke mit dem Adler mit einer willkommenen Überraschung: Eine neue Moto Guzzi California wird im Zuge des internationalen Händlermeetings der Piaggio Gruppe enthüllt. Die Veranstaltung, bei der jedes Jahr beinahe zweitausend Vertragshändler der Gruppe im Grimaldi Forum in Montecarlo zusammentreffen, wurde mit der unerwarteten Vorstellung eines Prototyps abgeschlossen, der die zukünftigen Produktstrategien der „Marke mit dem Adler“ für das Jahr, in dem Moto Guzzi seinen 90. Geburtstag feiert, vorwegnimmt.
Der Prototyp der neuen California mit einer neuen quersitzenden Zweizylinder-V-Motorisierung mit 90° und 1400 cm3 übernimmt den Stab von einem legendären Motorrad. Sie lanciert einen neuen Stil, der die Motorarchitektur und die großzügige Dimensionierung der Sitzbank und des Tanks betont, der sich um den Zylinderkörper schmiegt.
 
2011 steht im Zeichen der 90 Jahre der Marke mit dem Adler: am 15. März feiert die Piaggio Gruppe den offiziellen „Geburtstag“ der Gründung von Moto Guzzi und startet eine Veranstaltungsreihe zur Feier des Jubiläums des beliebtesten italienischen Motorradherstellers. Im April debütiert die neue Baureihe der Premiummodelle Stelvio und Norge 8V, die anschließend im Juli zu den Protagonisten der Internationalen Expedition Mandello – Nordkap werden und die renommierte internationale Presse auf die 1928 von Naco Guzzi befahrenen Straßen bringen. Die Feiern zum Jubiläum werden mit der „Umarmung“ von mehr als 20.000 Moto-Guzzi-Fahrern abgeschlossen, die zu den Giornate Mondiali Moto Guzzi gekommen sind. In deren Rahmen konnten sie in direkte Berührung mit der Zukunft des Unternehmens kommen, und zwar sowohl mit den Produkten als auch mit den neuen und modernen Infrastrukturen, die den berühmten Firmensitz in Via Parodi 57 ergänzen sollen.
 
Das Jahr 2012 beginnt im Zeichen der neuen V7-Serie, die mit einem erneuerten, hochleistungsfähigen Antrieb ausgestattet ist. Diese bringt die neue Mittelklasse von Mandello innerhalb weniger Monate an die Spitze der Rangliste der meistverkauften Motorräder der Gruppe.
In der Zwischenzeit treffen die ersten Fotos der California 1400 aus Miami ein. Ein Motorrad, das durch seine Faszination und seine Ausstattung dazu bestimmt ist, eine Wende in der Produktionsgeschichte von Moto Guzzi herbeizuführen.
Noch vor ihrer Präsentation zieht die Moto Guzzi California 1400 bereits die Aufmerksamkeit der Motorradfans aus aller Welt auf sich. Die Ankündigung des Erscheinens dieses neuen Cruiser-Modells aus der historischen Produktionsstätte von Mandello del Lario und erste Indiskretionen genügten, um Neugierde und Vorfreude auf die jüngste Erbin einer Tradition zu wecken, die Moto Guzzi unter die Nobelmarken der Motorradwelt einreiht.
Raffinierter Stil, wegweisende Technologie und hervorragende dynamische Eigenschaften kennzeichnen die neue California 1400 in den beiden Versionen Touring und Custom, deren Verschiedenheit in Charakter und Nutzung deutlich zum Ausdruck kommt.
 
Die Moto Guzzi California 1400, die Ende 2012 in der Touring-Version und Anfang 2013 in der Custom-Version in Europa präsentiert wird, wird durch einen ganz neuen, gewaltigen Zweizylinder-V-Motor mit 1400 cm3 angetrieben, dem größten Motor dieses Typs, der jemals in Europa hergestellt wurde.
 
Mit ihrem spektakulären Erscheinungsbild steht der Stil der neuen California 1400 für unverwechselbare Klasse und Moto Guzzi Tradition, die mit ganz neuen Linien, Maßen Technologien vereint werden. Geschätzt wird dies von den Moto Guzzi Liebhaber der ganzen Welt. Es ist kein Zufall, dass der schottische Schauspieler Ewan McGregor, Sammler von Moto Guzzi Oldtimern, sich entschlossen hat, zum Testimonial der neuen California 1400 in einer fantastischen Werbekampagne zu werden. Sie werden von Hand in der historischen Produktionsstätte von Mandello del Lario gefertigt, dort wo Moto Guzzi 1921 gegründet wurde. Diese neuen Flaggschiffe der italienischen Industrie sind die erstenCruiser weltweit, die mit Traktionskontrolle, „Ride by wire“-Multikennfeld-Technologie und LED-Taglichtern ausgestattet sind.
 
Eine Investitionsstrategie, von der sowohl Forschungs- und Entwicklungstätigkeit als auch die Restaurierung der historischen Produktionsstätte am Comer See betroffen waren, verhalf dem Produktsortiment von Moto Guzzi zum Erfolg. So konnte das Unternehmen im Jahr 2012 – in Gegentendenz zur Entwicklung des europäischen Motorradmarkts – eine Verkaufssteigerung von 15,3% verzeichnen. Auch in den ersten sechs Monaten des Jahres 2013 setzte Moto Guzzi diese außergewöhnliche Steigerung fort und konnte im Vergleich zum ersten Halbjahr des vorhergehenden Jahres ein Wachstum von 11,2% verzeichnen.
 
Im Mai 2013 hatte Robb Report, eine amerikanische Zeitschrift,die seit fast vierzig Jahren auf weltweiter Ebene den wichtigste Bezugspunkt in Sachen Luxus darstellt, das in Italien in Mandello del Lario hergestellte Custom-Motorrad in sein Best of the Best Luxury Portfolio für das Jahr 2013 aufgenommen.
 
Nachdem die Moto Guzzi California 1400 einhellige Zustimmung aus aller Welt erhalten hatte, konnte sie im August 2013 mit der Eroberung des ersten Preises in der Kategorie Cruiser im von Cycle World ausgeschriebenen Wettbewerb eine weitere wichtige Anerkennung in den Vereinigten Staaten einheimsen. Die Anerkennung ist umso bedeutender, da sie von der einflussreichsten Zeitschrift jenseits des Atlantiks verliehen wurde, einem echten Referenzpunkt für die Motorradfans aus aller Welt. Zudem ist der US-Markt auch die Wiege der großen Cruiser-Motorräder, die echten Flaggschiffe der Straße, also ein Marktsegment, in dem amerikanische Marken stark vertreten sind.
 
2014 wird die V7 komplett erneuert und die Moto Guzzi V7II wird geboren.
Die zweite Generation der Moto Guzzi V7 behält die stilistische Persönlichkeit des Vorgängermodells: Im Design erfolgt ein Dialog zwischen den Formen der Moto Guzzis der Vergangenheit und den Anforderungen an ein zeitgemäßes Motorrad, das eine größtmögliche Zahl an Fans zufriedenstellen kann.
Gleichzeitig ist die Moto Guzzi V7 II ein vom Standpunkt der Technik, Motorisierung, Ergonomie, Sicherheit, Konstruktions- und Oberflächenqualität sowie Fahrvergnügen vollkommen neues Motorrad. Der sechste Gang, das ABS-Bremssystem und die Traction Control gehören zu den wichtigsten Neuheiten des neuen Modells.
Die neue V7-Generation kommt in drei Modellen mit ganz unterschiedlicher Persönlichkeit auf den Markt:
Vielseitig, essentiell inspiriert sich die V7 II Stone an der typischen Farbgebung der 70er-Jahre, die als Kontrast zum neuen Rahmen, mit ästhetisch gepflegten Schweißnähten und glänzender Lackierung, die seine geniale Architektur unterstreicht, ins Auge sticht.
Die V7 II Special kommt demursprünglichen Geist ihrer Urmutter am nächsten. Das beginnt bei ihrer Grafik, die sich an der berühmten V750 S3 aus dem Jahr 1975 inspiriert. Die Herstellung der V7 II Racer in nummerierter Stückzahl bestätigt in Ausrüstung und Zubehörausstattung, die Vorgaben des vorhergehenden Modells. Es wird auch die Einzelsitzbank beibehalten (auf Wunsch sind jedoch eine Doppelsitzbank und Beifahrerfußrasten erhältlich), die mit Alcantara und Kunstleder überzogen ist. Ihre Farbe entspricht dem mit Moto Guzzi Emblem personalisierten Lederriemen, der über den Tankrücken geführt wird.
 
Das Jahr 2015 bringt zwei neue spektakuläre Motorräder, die auf Basis des starken Zweizylinder-Motors mit 1400 cm3 entwickelt wurden: Eldorado und Audace. Modern und luxuriös ist die Eldorado die Erbin der unvergesslichen „850“, die vor mehr als 40 Jahren ihr Glück in den Vereinigten Staaten machte. Es handelt sich dabei um ein prächtiges und technologisch wegweisendes Motorrad, dessen Blick eindeutig auf die Zukunft gerichtet ist: Verchromte Einsätze und Details von hoher Handwerkskunst mischen sich mit LED-Lichtern. Sie arrangieren sich zu klassischen Linien und befördern Moto Guzzi in eine neue Dimension, wo die Sprache der Raffiniertheit Italienisch ist.
Die Moto Guzzi Audace ist ein Motorrad mit starkem und aufbegehrendem Charakter. Ihre Entstehung betont die spektakulären Leistungen des kraftvollen Zweizylinder-V-Motors mit 1400 cm3 Made in Mandello, des größten, der jemals in Europa gefertigt wurde.
Nur absolutes Fahrvergnügen leitete die Entwicklung eines Modells, in dem beste Technologie im Dienste der Leistungsfähigkeit steht und das sich in einer Ästhetik mit starker Persönlichkeit präsentiert. Eine Carbon-Optik, die die „dunkle Seite“ von Moto Guzzi am besten wiedergibt.
 
2015 startet auch die große Initiative Moto Guzzi Garage, die dem individuellen Tuning gewidmet ist, einem echten Liebesbeweis zum eigenen Motorrad. Für seine Enthusiasten hat Moto Guzzi eine komplette Zubehörlinie zusammengestellt, die sowohl frei gewählt werden kann als auch in vier Kits erhältlich ist, die sich an der Geschichte der Marke mit dem Adler inspirieren. Mit Spezialstücken und -bauteilen erstellte Moto Guzzi vier Stilrichtungen und schuf ebenso unterschiedliche Fahrerfahrungen: Dark Rider, Scrambler, Legend und Dapper. Zu diesen Stilrichtungen kommen im Jahr 2016 die Lady Guzzi (für das weibliche Publikum), Alce und Clubber, die an die legendären Café Racer der 60er-Jahre erinnert.
 
2016 beginnt mit der Markteinführung der Moto Guzzi Stornello, einer leichten Geländeversion der V7II Baureihe. Mehr als 50 Jahre nach seiner „Geburt“ kehrt so einer der bekanntesten und erfolgreichsten Namen von Moto Guzzi wieder. Als Synonym für Konstruktionsqualität, Vielseitigkeit und unnachahmlichen Stil zeichnet sich die neue Stornello durch die zahlreichen Details von erlesener Machart und durch die besondere Farbwahl aus, die ihren Reiz und ihre Eleganz erhöhen. In limitierter und nummerierter Auflage erhältlich ist die V7II Stornello das neueste Beispiel für die einzigartige Fähigkeit von Moto Guzzi, echte Spezialmodelle in Serie herzustellen
 
Im März 2016 zeitgleich mit dem 95. Jahrestag von Moto Guzzi erscheint die V9, ein neues Custom-Mittelklassemodell, dassich in zwei Ausführungen mit sehr eigenständiger Persönlichkeit präsentiert. Das konventionellere Modell heißt V9 Roamer, während die V9 Bobber die sportlichere und Richtung „Dark“ orientierte Seite von Moto Guzzi zum Ausdruck bringt. Sie zeichnet sich durch ihren essentiellen „Total Black Look“ und die großen, auf 16-Zoll-Felgen sitzenden Reifen aus. Außergewöhnliche Konstruktionsqualität und absolut gepflegte Verarbeitung kennzeichnen die beiden neuen Moto Guzzis. Geringere Gesamtmaße bringen einfache Fahrbarkeit und gute Kontrolle auch im Stand. Günstig wirkt sich auch das geringe Gesamtgewicht von weniger als 200 kg aus. Dieses gesunde, leichte und vergnügliche Fahrwerk ist mit einem komplett neuen quersitzenden Zweizylinder-V-Motor mit 90° und 850 cm3 kombiniert, dessen Konzeption Elastizität und Drehmoment maximiert. So werden Charakter, einfache Steuerbarkeit und Brillanz bereits ab niedrigen Drehzahlen garantiert. Die reichhaltige Serienausstattung umfasst ABS, einstellbare und abschaltbare Traction Control, Diebstahlsicherung und USB-Anschluss.
 
Die am sehnsüchtigsten erwartete Neuheit für 2016 heißt MGX-21 Flying Fortress. Nach dem ersten Auftritt auf den Herbstmessen wird für den Sommer das Straßendebüt eines der spektakulärsten Moto Guzzi Modelle aller Zeiten erwartet. Die unkonventionelle MGX-21 mit der technologisch reichhaltigsten Ausstattung aller großen Cruiser-1400-Modelle, die je in Mandello del Lario gebaut wurden. Sie ist ein Bagger-Modell, das im Hinblick auf Design, technologische Ausstattung, Konstruktionsqualität und Liebe zum Detail weltweit einzigartig ist. Gewidmet ist sie den Liebhabern exklusiver Motorräder, jenen, die noch bevor sie sich auf Fahrt begeben beim majestätisch Anblick dieses edlen, italienischen Motorrads vor Aufregung erzittern möchten. Angetrieben durch den „Big Block mit 1400 cm3 beeindruckt sie durch das große 21”-Vorderrad und eine extrem niedrige und fließende Seitenansicht. Die rot lackierten Zylinderkopfabdeckungen aus Aluminium betonen die Kraft, die dieser Motor, auch im Aussehen, zum Ausdruck bringen kann. Hinten niedrig und vorne durch ihre Maxi-Sportscheibe mit entschlossenem und charakteristischem Design hochgezogen hat die MGX-21 das Aussehen eines großen, technologischen Luxus-Motorrads, das die Kilometer leichtgängig abspult.Die wegweisende Ausstattung an elektronischen Fahrerunterstützungssystemen wie Cruise Control, Traktionskontrolle und ABS festigt diesen Eindruck.
 
2017 bringt Motor Guzzi die V7 III auf den Markt, um den 50. Geburtstag des ersten produzierten Modells zu feiern. Die dritte Generation der wohlbekannten und beliebtesten Moto Guzzi wurde vollkommen überarbeitet. Dabei wurden jedoch die Originalität und die Authentizität dieser Motorradikone beibehalten.
Seit 1967, dem Jahr, in dem die ersten Exemplare in Italien verkauft wurden, ist die V7 zum Fixpunkt des Produktangebots und Sinnbild des italienischen Motorrads schlechthin geworden. Ihre Inhalte und ihr Design werden von einem breitgefächerten und heterogenen Publikum geschätzt.
Die Einführung einer neuen Version eines so renommierten, historischen und erfolgreichen Motorrads stellt eine schwierige Herausforderung dar, denn die V7 ist seit 2009 die meistverkaufte der Marke und das Einstiegsmodell in die Welt von Moto Guzzi. Es ist bei Frauen und Männern und auch bei den Jüngsten gleichermaßen beliebt, die stolze Besitzer eines der symbolträchtigsten Motorräder aus dem Hause Mandello del Lario werden möchten. 
Die V7 III ist in den drei Varianten Stone, Special und Racer verfügbar. Im Vergleich zur Vergangenheit sind diese jetzt noch ausdrucksstärker und individueller gestaltet. Genau wie die anderen Modelle von Moto Guzzi hat auch die V7 III ein Modell mit schwarzer Seele, das sich durch Grafiken in total Black auszeichnet, die Stone, und ein klassischeres mit Verchromungen, die mehr dem Design des ursprünglichen Modells nahekommen, die Special. Die Racer hingegen versinnbildlicht die Geschichte der sportlichen Erfolge von Moto Guzzi. Diese konnte zum Zeitpunkt des Rückzugs aus dem Rennsport (im Jahre 1957) auf 15 Weltmeistertitel und 11 Tourist Trophy verweisen. Die Serie V7 wird jetzt erweitert: Moto Guzzi führt als Hommage an 50 Jahre V7 eine vierte Variante mit dem Namen Anniversario ein, eine nummerierte Serie in begrenzter Auflage, die sich durch noch nie da gewesene, ausgefallene Details auszeichnet.